Samstag, 24. März 2007
Da steht ein Pferd in dem Puff - Teil 2
spoodnik, 10:21h
Ich warte auf die Handlungsunfähigkeit, die der Alkohol mit sich bringt, die Handlungsunfähigkeit, die ich so liebe, doch mehr als Gleichgewichtsstörungen bekomme ich einfach nicht hin. Abgehen geht leichter, klar, also geh ich mal ne Runde ab. Gerade im Wellenbad der Druckwellen höre ich plötzlich Hufe klappern. Frisch gesattelt steht Reality-Fury vor mir. Mein Alkoholpegel muss unermesslich hoch sein, denn Reality-Fury sieht heute verdammt noch mal einfach schlicht und ergreifend extrem gut aus. Ich bitte um einen Ritt, doch ernte ich nur einen komischen Blick. Ich korrigiere meine Aussage und bitte um einen Tanz, jetzt aha, sie versteht, doch glotzt sie weiter ungläubig dahin, weil sich in meinem Haar immer noch Überreste meiner Begegnung mit Porno-Heidi befinden. Nach einer kurzen Erklärung scheine ich wieder einige Sekunden zu überspringen und finde RF auf dem großen Lautsprecher wieder. Sie beugt ihre Knie und setzt zum stage-diving an, doch ist ihre Intention dabei eine andere. Mit weit geöffnetem Mund fliegt sie auf mich zu und versinkt in meiner Haarpracht. Lechzend.
Wieder einmal innerhalb kürzester Zeit, erfahre ich eine Kuriosität, nach der ich wieder säuberlich Toilette machen muss. Ich kämme mir Reality-Fury aus dem Haar und verweise den Lila-Launebär an die Theke, déjà vu, Jägi, Zitronenbier.
Die Luft brennt, dehnt sich durch die entstehende Hitze aus und erzeugt solch einen starken Durchzug, der die Pavillons vor der Tür auseinander reißt. Leute, die vor dem Eingang stehen, setzen ihre Schwimmbrillen auf und schütten sich Milch ins Gesicht, als hätten sie nichts Besseres zu tun. Daran ist sicher Heidi schuld.
Der Lila-Launebär und ich stoßen an, verbrennen negative Erlebnisse im Kräuterbad, löschen per Druck auf die Zitronendrüse. Ich versuche dem Wind auszuweichen und drehe mich wieder in Richtung Eingang, als Reality-Fury ihre gazellenartigen, langen Beine in den Orkan stellt, standhaft like Eiffelturm. Sie trägt ein Kleid, das hinsichtlich der Sturmverhältnisse nun stark erahnen lässt, welches Rennen hier gefahren wird, Formel 1. Der Stofffetzen schmiegt sich an ihre unerträglich wohlgeformten Rundungen, nur zwischen den Läufen der Gazelle bildet sich eine kleine Falte. Ich fange in meiner jetzt tatsächlichen Handlungsunfähigkeit an, wieder zu sabbern. Der liquide Speichel fliegt durch den Wind in Richtung Reality-Furys Schenkel, doch perlt er sauber davon ab, wie von diesen neuen Waschbecken mit Lotusblüteneffekt. Ich schabe mit den Hufen und möchte in ihr rotes Tuch stoßen. Meine Urinstinkte werden geweckt und ich muss kacken.
Als ich nach dem Ausüben einer längeren Sitzung wieder den Saal betrete, tobt zwar die Menge und ich rechne jeden Augenblick mit der Feuerwehr, aber die Hütte hat sich anscheinend zu meinem Gefallen geleert.
Ich bearbeite Reality-Fury mit den abgefahrenseten Hüftenschwüngen und glaube positives Feedback zu erlangen. Heiße Rhythmen verleiten sie, sich an der mit rotem Samtmuster verkleideten Wand lasziv an zu lehnen und in ein Hohlkreuz über zu gehen, dass stark an gewisse Videoszenen erinnert.
So schärft sie mich die ganze Zeit, doch beschließen der Lila-Launebär und ich, uns bei Dämmerung aus dem Staub zu machen. Auch Reality-Furys Angebot, einen weiteren Club zu besuchen, lehnen wir dankend ab. Ich kenne das, sobald der Morgen graut, beschleicht mich eine Gewisse Unruhe, irgendwie wie ein schlechtes Gewissen und es treibt mich heim. Es könnte sein, dass Leute, die eine solche After-Hour besuchen, nicht bei Zitronen-Kräutermischungen geblieben sind, denn die scheinen dann doch um acht runter zu ziehen.
Auf der Suche nach etwas essbarem sind wir erfolglos wie Kenny beim überleben und spielen Schnitzeljagd mit Kotze im Regen. Dieser, plus Tinnitus, schalten unser Gehör aus und lassen uns versuchen, ein Taxi in der Nähe zu spüren. Wir vertreiben zwei davon mit einer ordentlichen Pfütze Kotze auf der Haube. Nummer Drei hat Mitleid und kutschiert uns sicher ins warme Heim.
Ich hätte noch da bleiben sollen, ich weiß, doch treibt mich mein Zustand ins Bett und außerdem würde ich Reality-Furys Anblick sowieso nicht mehr ertragen, sobald ich wieder den Zustand erreicht habe, der alles so real wirken lässt. Nüchtern zu werden ist wie aus dem Kino zu kommen, gerade noch ein toller Actionfilm, jetzt Druck auf der Blase von der ganzen Cola. Realität erfahren durch Pissen.
Fuck Reality..
Wieder einmal innerhalb kürzester Zeit, erfahre ich eine Kuriosität, nach der ich wieder säuberlich Toilette machen muss. Ich kämme mir Reality-Fury aus dem Haar und verweise den Lila-Launebär an die Theke, déjà vu, Jägi, Zitronenbier.
Die Luft brennt, dehnt sich durch die entstehende Hitze aus und erzeugt solch einen starken Durchzug, der die Pavillons vor der Tür auseinander reißt. Leute, die vor dem Eingang stehen, setzen ihre Schwimmbrillen auf und schütten sich Milch ins Gesicht, als hätten sie nichts Besseres zu tun. Daran ist sicher Heidi schuld.
Der Lila-Launebär und ich stoßen an, verbrennen negative Erlebnisse im Kräuterbad, löschen per Druck auf die Zitronendrüse. Ich versuche dem Wind auszuweichen und drehe mich wieder in Richtung Eingang, als Reality-Fury ihre gazellenartigen, langen Beine in den Orkan stellt, standhaft like Eiffelturm. Sie trägt ein Kleid, das hinsichtlich der Sturmverhältnisse nun stark erahnen lässt, welches Rennen hier gefahren wird, Formel 1. Der Stofffetzen schmiegt sich an ihre unerträglich wohlgeformten Rundungen, nur zwischen den Läufen der Gazelle bildet sich eine kleine Falte. Ich fange in meiner jetzt tatsächlichen Handlungsunfähigkeit an, wieder zu sabbern. Der liquide Speichel fliegt durch den Wind in Richtung Reality-Furys Schenkel, doch perlt er sauber davon ab, wie von diesen neuen Waschbecken mit Lotusblüteneffekt. Ich schabe mit den Hufen und möchte in ihr rotes Tuch stoßen. Meine Urinstinkte werden geweckt und ich muss kacken.
Als ich nach dem Ausüben einer längeren Sitzung wieder den Saal betrete, tobt zwar die Menge und ich rechne jeden Augenblick mit der Feuerwehr, aber die Hütte hat sich anscheinend zu meinem Gefallen geleert.
Ich bearbeite Reality-Fury mit den abgefahrenseten Hüftenschwüngen und glaube positives Feedback zu erlangen. Heiße Rhythmen verleiten sie, sich an der mit rotem Samtmuster verkleideten Wand lasziv an zu lehnen und in ein Hohlkreuz über zu gehen, dass stark an gewisse Videoszenen erinnert.
So schärft sie mich die ganze Zeit, doch beschließen der Lila-Launebär und ich, uns bei Dämmerung aus dem Staub zu machen. Auch Reality-Furys Angebot, einen weiteren Club zu besuchen, lehnen wir dankend ab. Ich kenne das, sobald der Morgen graut, beschleicht mich eine Gewisse Unruhe, irgendwie wie ein schlechtes Gewissen und es treibt mich heim. Es könnte sein, dass Leute, die eine solche After-Hour besuchen, nicht bei Zitronen-Kräutermischungen geblieben sind, denn die scheinen dann doch um acht runter zu ziehen.
Auf der Suche nach etwas essbarem sind wir erfolglos wie Kenny beim überleben und spielen Schnitzeljagd mit Kotze im Regen. Dieser, plus Tinnitus, schalten unser Gehör aus und lassen uns versuchen, ein Taxi in der Nähe zu spüren. Wir vertreiben zwei davon mit einer ordentlichen Pfütze Kotze auf der Haube. Nummer Drei hat Mitleid und kutschiert uns sicher ins warme Heim.
Ich hätte noch da bleiben sollen, ich weiß, doch treibt mich mein Zustand ins Bett und außerdem würde ich Reality-Furys Anblick sowieso nicht mehr ertragen, sobald ich wieder den Zustand erreicht habe, der alles so real wirken lässt. Nüchtern zu werden ist wie aus dem Kino zu kommen, gerade noch ein toller Actionfilm, jetzt Druck auf der Blase von der ganzen Cola. Realität erfahren durch Pissen.
Fuck Reality..
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Mittwoch, 21. März 2007
Da steht ein Pferd in dem Puff - Teil1
spoodnik, 10:09h
Mein Kopf droht tatsächlich zu platzen. Ich mache mich nach einer aufschlussreichen Lesung auf zum Lila-Launebär. Ich sollte eigentlich alt genug sein, um zu wissen, dass man nicht schon auf dem Hinweg zur Party im Auto Bier trinken sollte. Aber Marvin erklärte mir die letzte Phase des Singledaseins, die Phase der Gleichgültigkeit. Doch meine ich im Augenblick, das auch auf mein komplettes Leben ausweiten zu müssen. Egal also. In der Grotte des Lila-Launebärs dann lautes Getöse aus qualitativ scheinbar wirklich hochwertigen Lautsprechern. Schon hier packt mich die Partylaune in ihrer reinsten Form. Die Bratwurst mit Senf hockt auch hier rum, doch ich werde das Gefühl nicht los, dass in letzter Zeit ausschließlich der Senf den größten Teil seiner Aufmerksamkeit genießt. Die Bratwurst schweigt und lässt sich auch nicht beirren. Der Lila-Launebär und ich lassen uns dadurch aber nicht die Laune verderben und sehen schnurstracks zu, dass wir die olle Bratwurst nach Hause verfrachten und uns der Nacht hingeben.
So geschehen, verstecken wir uns zuerst in diesem kleinen Club von letztem Wochenende, in dem ich Bambi traf. Diesmal aber werde ich ohne Bambi auskommen müssen. Die Leere der Tanzfläche saugte ihre Umgebung in sich auf wie ein schwarzes Loch. Aus irgendeinem Grund denke ich, wir hätten heute wohl falsch angefangen. Wir müssen uns ein System einfallen lassen das es uns ermöglicht, immer auf dem gleichen Level in einen Samstagabend einzusteigen.
Der Jägi hilft ein wenig darüber hinweg. Runtergespült mit einem Zitronenbier wirkt Jägi diesmal aber nicht die erhofften Wunder. Zwar ist mein Sinn für das Facettenreichtum der gespielten Musik geschärft, doch der ach so geliebte Alkoholtaumel bleibt erst einmal aus. Mal sehen, wie sich das entwickelt.
Es entwickelt sich gar nicht. Der Club ist gefüllter, ja, aber auch nach Auftreten der Künstler fährt nicht, wie sonst auch immer, ein markerschütternder Ruck durch die Menge, nein diesmal ist der Übergang fließend. Die Leute scheinen im Nichtschwimmerbecken zu plätschern, anstatt zu tanzen. Darüber hinaus sehe ich absolut kein, ich betone kein einziges, halbwegs ansehnliches Geschöpf anderen Geschlechts. Langsam dämmert uns die Hoffnungslosigkeit, die uns beim Anblick dieser Party widerfährt.
Im Vorfeld haben wir gehört, in dem angesagten Puff in der Nordstadt soll eine gute Party steigen. Also entschließen der Lila-Launebär und ich kurzerhand, dort mal auf zu schlagen. Da ich nun schon einige Jägis und Zitronengebräue hinter mir hab, schaltet auch mein Verstand wieder ein und zwingt mich in ein Taxi.
Die Puffparty ist das Gegenteil von dem, was wir gerade erleben mussten. Ein 2-Stöckiges Haus, das üblicherweise als Spielwiese der Lüsternen gilt, wurde umfunktioniert zu einem Tempel derer, die die elektronische Musik mit mehr verbinden, als einfach nur Musik. Der Sexismus und die Freizügigkeit der Szene spiegeln sich in jedem glänzenden Kristall der Kronleuchter dieses gehobenen Etablissements wieder. Die Luft stinkt nach Dekadenz. Gerade noch erfuhren wir in dem anderen Club einen klaren Mangel an Hollywoodstars und nun sind wir umzingelt von einem Überschuss an Geilheit. Die Frauen tummeln sich in Scharen um die vereinzelt auftauchenden Männer, wobei ich im ersten Augenblick nicht die Bordsteinschwalben von den normalen Besucherinnen unterscheiden kann. Nach näherem Hinsehen fällt mir auf, dass die leichten Mädchen dann doch eher dazu tendieren, schmutzig ihre Zungen entlang der Lippen zu streichen und ihre dreckigen Körper an alles zu reiben, was irgendwie nach einem zahlungskräftigen Kunden aussieht. Zwar verhalten sich die anderen Mädchen nicht bedeutend unschuldiger, doch fehlen ihnen die zugefixten Augen, Silikonmöpse und ein anatomisch sicher nicht vorteilhafter, gebückter Gang.
Die Vielzahl der Frauen lässt meinen Blick umherstreifen und nach kurzer Zeit wird mir schwindelig. Kondensierter Schweiß sammelt sich in der samtigen Decke des Raumes, tröpfelt hinab und läutet den Anfang des wet t-shirt contests ein, mit dem niemand hier gerechnet hätte. Als ich versuche an die Bar zu gehen, um Beruhigungsmittel in Form von einer Alkohol-Kräutermischung zu besorgen, hält mich etwas fest. Ich drehe mich um und reiße mit meiner Gürtelschnalle einem 1,50 m Porno-Standgebläse den Titanring aus dem Nippel. Es blutet wie wild, doch nimmt sie es nicht wahr. Mit einem breiten Grinsen bedankt sie sich für das betatschen ihrer Brüste. Ich bin nicht wirklich hier, das bin nicht wirklich ich. Danke, sagt sie und schaut mir in die Augen. Irgendwie kann ich ihre Augenfarbe nicht erkennen. Schwarz? Ich versuche, mir das näher an zu sehen, da legt Porno-Heidi ihren Kopf in den Nacken und zieht eine kranke Fratze. Ihre Gesichtszüge entgleisen innerhalb des Bruchteiles einer Sekunde. Wie im Zeitraffer beobachte ich sie, kann jetzt von unten auf ihr Kinn schauen, blicke auch tief in ihre Nebenhöhlen und entdecke eine weitläufige Schneelandschaft, wie man sie sonst nur in Alaska findet. Wenige Sekundenbruchteile später niest mir die Alte doch tatsächlich in die Fresse. Ich blicke durch meine Brille und es sieht aus wie die Fenster meiner Nachbarn zu Weihnachten, Schneespray, aber auf dem ganzen Fenster.
Ich wische über die Gläser und hinterlasse einen Schmierfilm höchster Güte. Das war teuer.
Nachdem ich meine Brille säuberte, meinen Schock verkraftete, die Pickel ausdrückte, die sofort aus meiner Stirn sprangen, sobald diese in Kontakt mit diesem hochwertigen Abfallprodukt der Chemie-Industrie kamen, meine Hose wieder anzog, watete ich durch die Silikonmassen rüber zur Bar, Schock runterspülen, Jägi, Zitronenbier, Lila-Launebär, alles wieder gut.
-Fortsetzung folgt-
So geschehen, verstecken wir uns zuerst in diesem kleinen Club von letztem Wochenende, in dem ich Bambi traf. Diesmal aber werde ich ohne Bambi auskommen müssen. Die Leere der Tanzfläche saugte ihre Umgebung in sich auf wie ein schwarzes Loch. Aus irgendeinem Grund denke ich, wir hätten heute wohl falsch angefangen. Wir müssen uns ein System einfallen lassen das es uns ermöglicht, immer auf dem gleichen Level in einen Samstagabend einzusteigen.
Der Jägi hilft ein wenig darüber hinweg. Runtergespült mit einem Zitronenbier wirkt Jägi diesmal aber nicht die erhofften Wunder. Zwar ist mein Sinn für das Facettenreichtum der gespielten Musik geschärft, doch der ach so geliebte Alkoholtaumel bleibt erst einmal aus. Mal sehen, wie sich das entwickelt.
Es entwickelt sich gar nicht. Der Club ist gefüllter, ja, aber auch nach Auftreten der Künstler fährt nicht, wie sonst auch immer, ein markerschütternder Ruck durch die Menge, nein diesmal ist der Übergang fließend. Die Leute scheinen im Nichtschwimmerbecken zu plätschern, anstatt zu tanzen. Darüber hinaus sehe ich absolut kein, ich betone kein einziges, halbwegs ansehnliches Geschöpf anderen Geschlechts. Langsam dämmert uns die Hoffnungslosigkeit, die uns beim Anblick dieser Party widerfährt.
Im Vorfeld haben wir gehört, in dem angesagten Puff in der Nordstadt soll eine gute Party steigen. Also entschließen der Lila-Launebär und ich kurzerhand, dort mal auf zu schlagen. Da ich nun schon einige Jägis und Zitronengebräue hinter mir hab, schaltet auch mein Verstand wieder ein und zwingt mich in ein Taxi.
Die Puffparty ist das Gegenteil von dem, was wir gerade erleben mussten. Ein 2-Stöckiges Haus, das üblicherweise als Spielwiese der Lüsternen gilt, wurde umfunktioniert zu einem Tempel derer, die die elektronische Musik mit mehr verbinden, als einfach nur Musik. Der Sexismus und die Freizügigkeit der Szene spiegeln sich in jedem glänzenden Kristall der Kronleuchter dieses gehobenen Etablissements wieder. Die Luft stinkt nach Dekadenz. Gerade noch erfuhren wir in dem anderen Club einen klaren Mangel an Hollywoodstars und nun sind wir umzingelt von einem Überschuss an Geilheit. Die Frauen tummeln sich in Scharen um die vereinzelt auftauchenden Männer, wobei ich im ersten Augenblick nicht die Bordsteinschwalben von den normalen Besucherinnen unterscheiden kann. Nach näherem Hinsehen fällt mir auf, dass die leichten Mädchen dann doch eher dazu tendieren, schmutzig ihre Zungen entlang der Lippen zu streichen und ihre dreckigen Körper an alles zu reiben, was irgendwie nach einem zahlungskräftigen Kunden aussieht. Zwar verhalten sich die anderen Mädchen nicht bedeutend unschuldiger, doch fehlen ihnen die zugefixten Augen, Silikonmöpse und ein anatomisch sicher nicht vorteilhafter, gebückter Gang.
Die Vielzahl der Frauen lässt meinen Blick umherstreifen und nach kurzer Zeit wird mir schwindelig. Kondensierter Schweiß sammelt sich in der samtigen Decke des Raumes, tröpfelt hinab und läutet den Anfang des wet t-shirt contests ein, mit dem niemand hier gerechnet hätte. Als ich versuche an die Bar zu gehen, um Beruhigungsmittel in Form von einer Alkohol-Kräutermischung zu besorgen, hält mich etwas fest. Ich drehe mich um und reiße mit meiner Gürtelschnalle einem 1,50 m Porno-Standgebläse den Titanring aus dem Nippel. Es blutet wie wild, doch nimmt sie es nicht wahr. Mit einem breiten Grinsen bedankt sie sich für das betatschen ihrer Brüste. Ich bin nicht wirklich hier, das bin nicht wirklich ich. Danke, sagt sie und schaut mir in die Augen. Irgendwie kann ich ihre Augenfarbe nicht erkennen. Schwarz? Ich versuche, mir das näher an zu sehen, da legt Porno-Heidi ihren Kopf in den Nacken und zieht eine kranke Fratze. Ihre Gesichtszüge entgleisen innerhalb des Bruchteiles einer Sekunde. Wie im Zeitraffer beobachte ich sie, kann jetzt von unten auf ihr Kinn schauen, blicke auch tief in ihre Nebenhöhlen und entdecke eine weitläufige Schneelandschaft, wie man sie sonst nur in Alaska findet. Wenige Sekundenbruchteile später niest mir die Alte doch tatsächlich in die Fresse. Ich blicke durch meine Brille und es sieht aus wie die Fenster meiner Nachbarn zu Weihnachten, Schneespray, aber auf dem ganzen Fenster.
Ich wische über die Gläser und hinterlasse einen Schmierfilm höchster Güte. Das war teuer.
Nachdem ich meine Brille säuberte, meinen Schock verkraftete, die Pickel ausdrückte, die sofort aus meiner Stirn sprangen, sobald diese in Kontakt mit diesem hochwertigen Abfallprodukt der Chemie-Industrie kamen, meine Hose wieder anzog, watete ich durch die Silikonmassen rüber zur Bar, Schock runterspülen, Jägi, Zitronenbier, Lila-Launebär, alles wieder gut.
-Fortsetzung folgt-
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Samstagsknörrtz
spoodnik, 10:07h
So, Woche in endloser Qual verbracht, wirklich! Der Diestag war ja nun noch ganz entspannt, aber was folgte, brachte Pein und Agonie in Fülle. Alles fängt am Mittwoch an, der Tag vor der Schulung im Saftladen, was soll ich sagen, alte Knacker, die die gleiche Berufsbezeichnung haben wie ich. Ich komme, wie immer, fast zu spät, muss mich dann wohl doch neben Yogi-Bär setzen, rechte Hand Jabba the Hutt (Das fette Vieh aus Star-Wars, glibberdingenskirchen). Jabba hat nen Kölner Akzent und ich könnte kotzen. Er spricht als würde er kotzen und das kotzt mich an. Ich möchte mich nicht mit Jabba unterhalten müssen, nicht 2 Tage lang auf einer Schulung, bei der vorher schon feststeht, dass ich Statler und Waldorf die ganze Zeit einen vormache, weil es um die Benutzung einfachster Text- und Tabellenkalkulationsprogramme geht. Gerade als ich Statler wieder einmal die Grundsätzlichkieten eines PC-Dateinensystems in seinen 50-jährigen Kopf hämmere, haucht er kurz, und ein kleiner, dunkler Fleck zeichnet sich an seiner Pater Beder-Stoffhose ab. Er kommt. Danke Gott, ich lebe noch.Völlig irritiert wende ich mich meiner Arbeit zu, die erledige ich hier, bei der Schulung. Am zweiten Tag fühle ich mich sogar genervt von den Fragen meiner Kurskollegen. Komischerweise ist es nur im Büro so, da macht man was.. was macht man denn auch Anderes auf der Arbeit? Ich tu das eben auf der Schulung. Meine EDV-Fähigkeiten ragen weit hinaus über die meiner lieben Kollegen Waldorf und Statler. Sabbernd wie Bernardiner hocken sie vor ihren PC´s und kapieren davon genausoviel wie George Bush von Freiheit.
Wie auch immer, viel geschafft in den 2 Tagen. Danach dirket Wochenende und ich lasse mich fallen wie eine heiße Ofenkartoffel mit diesem Knoblauchquarkzeug, platsch, friert aber fest, gibts ja immer auf dem Weihnachtsmarkt. Aus dem Anzug in die Badewanne, vorgeschäumt. Ich versuche mich in ein Buch einzulesen, dass ich von einem Kunden habe, doch will ich jetzt nicht in das noch heiße Wasser kotzen, wo es doch so schön duftet. Ich leg es zur Seite und betäube meine Sinne in der fluffigen Schaummasse. Mein Kreislauf spielt verrückt, doch soll mich das in dieser Situation vollkommener Entspannung nicht jucken. Baden ist das schönste Nichtstun. Ich halte durch bis Samstag, heute, gleich, dann gehts wieder ab, hoffe diesmal verpennt die Bratwurst mit Senf nicht wieder. Dass der Lila-Launebär wieder dabei ist, ist Tennis der Wimbeldon-Klasse. Nach sinnlosem Shopping und teurem Frühstück in der Stadt heute morgen, verlangt mein Körper nach einer Ruhepause, nach einer der sinnlosesten der Welt, nach Schlaf. Ich bau mir noch ein Bier, das mich ruhig einperlen lässt. Vorbereiten auf später.. ich hab mich auch schon ein kleines bisschen eingepisst, aus lauter Vorfreude.
Sollte mein Kopf nicht platzen, erfährst du morgen, was passiert ist..
Wie auch immer, viel geschafft in den 2 Tagen. Danach dirket Wochenende und ich lasse mich fallen wie eine heiße Ofenkartoffel mit diesem Knoblauchquarkzeug, platsch, friert aber fest, gibts ja immer auf dem Weihnachtsmarkt. Aus dem Anzug in die Badewanne, vorgeschäumt. Ich versuche mich in ein Buch einzulesen, dass ich von einem Kunden habe, doch will ich jetzt nicht in das noch heiße Wasser kotzen, wo es doch so schön duftet. Ich leg es zur Seite und betäube meine Sinne in der fluffigen Schaummasse. Mein Kreislauf spielt verrückt, doch soll mich das in dieser Situation vollkommener Entspannung nicht jucken. Baden ist das schönste Nichtstun. Ich halte durch bis Samstag, heute, gleich, dann gehts wieder ab, hoffe diesmal verpennt die Bratwurst mit Senf nicht wieder. Dass der Lila-Launebär wieder dabei ist, ist Tennis der Wimbeldon-Klasse. Nach sinnlosem Shopping und teurem Frühstück in der Stadt heute morgen, verlangt mein Körper nach einer Ruhepause, nach einer der sinnlosesten der Welt, nach Schlaf. Ich bau mir noch ein Bier, das mich ruhig einperlen lässt. Vorbereiten auf später.. ich hab mich auch schon ein kleines bisschen eingepisst, aus lauter Vorfreude.
Sollte mein Kopf nicht platzen, erfährst du morgen, was passiert ist..
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Bambi und der Dealerbutton
spoodnik, 10:07h
Es hilft nicht, das Wochenende. Hatte mal wieder geplant, wichtiges abzuarbeiten. Doch ich wurde aufgehalten, von unwichtigerem. Akten stapeln sich zur Zimmerdecke und sehen aus wie die Berliner Mauer, zwischendurch kommt einer vorbei und hackt ein Stückchen heraus, freut sich, ein Stück Geschichte. Vielleicht auch nur, weil´s am Samstag wieder ziemlich heiß her ging und ich nicht wirklich klare Gedanken fassen kann. Allerdings war das geplant, nicht wie sonst. Komischerweise sind Partys das Einzige, bei dem ich eine ordentliche Planung zulasse. Clubbesuche sind unwichtig und deshalb hat dies bei mir allerhöchste Priorität.
Der Lila-Launebär und ich haben auch gestern strikt nach Plan gearbeitet. Im Vorfeld schon haben wir telefonisch die Gegebenheiten genau analysiert und festgestellt, dass ein Treffen bei mir zu Hause wohl das Beste wäre. Die Liste der Teilnehmer allerdings raubte mir den Atem. Zum einen waren da selbstverständlich der Lila-Launebär und ich. Mein bester Kumpel, die Bratwurst mit Senf, sollte auch mit, doch hat er sich nicht wecken lassen. Das Beat-Tier plus Anhang war auch geplant, doch waren die anderweitig besoffen. Nun teilte mir aber der Lila-Launebär mit, dass auch Meister Proper und eine gewisse andere Person den Spass mit uns teilen werden. Der Gedanke an diese Person ließ meinen Körper zusammenzucken, meine Hände schwitzen, meine Augen hervortreten. Panik befiel mich, als mir klar wurde, dass sie demnach auch vorher mein Reich betreten würde, vorglühen, zum ersten Mal. Beim Blick durch mein Wohnzimmer spürte ich die Strahlung, die die Bombe letzte Nacht hinterlassen hat. Aufräumen, aber schnell. Nachdem ich nun die Trümmer beseitigt hatte, den Schutt aufgelesen und den letzten Granatsplitter aus meinem Bein zog, klingelte es an der Tür. Fliegeralarm. Auf dem Weg zur Tür knipste ich noch schnell alle gemütlichen Lichter an. Die lassen die Hütte sofort gänzlich edel wirken. Blöderweise meldete ich mich an der Gegensprechanlage mit Nordpol, weil ich kurz vorher noch daran dachte, wohin ich mich schießen würde, wenn ich das mit dieser Frau vermassele.
Einer nach dem anderen stiegen sie aus dem Aufzug, zuerst der Lila-Launebär, dann Meister Proper, dann Bambi. In Zeitlupe kam sie Schritt für Schritt auf mich zu, grazilen Ganges, sicher auf den hohen Absätzen, als hätte sie hierfür einen Kurs belegt. Ihre schwarzen langen Haare, stufig geschnitten, betonten ihre makellosen Gesichtszüge und schmiegten sich sanft an meinen Hals, als sie mich mit einem Wangenkuss und einem gehauchten Hi begrüßte. Mein Blutdruck pochte in meinen Schläfen. Da saß sie nun, lächelnd auf meinem Sofa und ich bot Getränke an. Bambi wünschte eine Besichtigung der Wohnung, schien ihr zu gefallen. Einfach so, um auch etwas Schwäche zu zeigen, öffnete ich auch kurz die Tür zum Schlafzimmer. Hier waren noch die Trümmer von dem Einschlag zu sehen. Ich bildete mir ein, sie würde heute meine Blicke stärker erwidern als zuvor.
Nach mehreren Jägis, einigen Biers, machten wir uns dann gemeinsam auf den Weg in den Club. Diesmal ein anderer. Diesmal versteckter. Underground. Gefällt mir. Schon vom Weiten hört man Geschrei und pumpende Bässe. Vor meinem geistigen Auge sehe ich schon die Menge auf- und abhüpfen, im Takt der Musik. Innen aber schien sich diese Hoffnung in Luft aufzulösen. Ein paar Freaks tanzten, doch der Großteil stand lässig am Rand und plaudert gemütlich gegen die Beschallung an. Ist ja noch früh, erstmal warm werden, aber wo zum Teufen kamen dann die Schreie her? Innerhalb weniger Minuten füllte sich der schlauchförmige Raum. Und auch ich.
Wieder einmal erkannte ich die Wirkung von Musik auf meinen Herzrhythmus. Mit jedem Jägi, mit jedem weiteren Bier veränderte sich die Dynamik der Lichtanlage. Ein Stroboskop flackerte und ließ die Bewegungen der tanzenden Meute abgehackt wirken, wie in einem Stummfilm, nur moderner. Der DJ schaute auf die Tanzfläche und schien die Musik direkt aus seinem Herzen zu schicken. Im Takt. Der ganze Raum zuckte.
Bambis Blick störte mein Sprachzentrum und verhinderte den Aufbau eines Gespräches. Ich stammelte Antworten, die nicht wirklich einen Sinn ergaben, sich auf ja und nein beschränkten. Doch versuchte ich so zu tun, als wäre ich gerade ziemlich beschäftigt und hätte keine Zeit, ein tiefgründigeres Gespräch zu führen. Frei nach Sean Paul, you better move fast, before it get krass. Denke das hat einigermaßen geklappt. Hoffe ich.
Das Rudel der Houseanhänger fing an, bei dramatischen Stellen der Tracks enthusiastisch zu jauchzen. Bei näherem Hinsehen aber entpuppten sich so einige engagierte Technojünger als nicht wenig bewusstseinserweitert. Zwischendurch blinkte aus der Menge ein helles Licht, markierte den Menschen, den die meisten als Versorger zu bezeichnen schienen. Der Typ hatte was von dem Dude aus „The Big Lebowski“, es fehlte nur der Badematel. Sobald seine kleine Lampe in die ohnehin schon sehr lichtempfindlichen Augen der Suchenden schoss, bildete sich eine Menschentraube an genau dieser Stelle, und kleine Scheinchen flogen wie Papierflieger durch die verrauchte Luft. Immer zwischendurch erstrahlte der Dealerbutton an verschiedenen Stellen und zog die Leute in seinen Bann. Passend zum Spruch des Türstehers, wir sollten doch den Drogen keine Chance geben, strafte ich die Käufer mit meiner persönlichen Ignoranz.
Die Stimmung quoll über, als der Hauptact des Abends die Bühne betrat. Unterstrichen von hochkarätigen Videoanimationen lieferte er Sounds ohne Gleichen und postete seine good vibrations to the dancefloorcrowd. Nach anfänglichem hin- und hersausen sicherten wir uns nunmehr ein gemütliches Plätzchen auf der Tanzfläche, das wir dann auch den Rest des Abends in Anspruch nahmen. Und zwischendurch immer wieder Bambi. Bei einem unaussprechlich gelungenem Stück Technokunst lief mein Blick flüchtig über alle Köpfe, bis er eine Momentaufnahme von Bambi registrierte, die sich für lange Zeit einbrannte. Vom Stroboskop zerhackt, sah ich Bambi ihren gottesähnlichen Körper im Takt der Musik winden, eine Strähne verfing sich in ihrem Mundwinkel, die sie dann in einer lasziven Bewegung wieder entfernte. Auch wenn das Strobo cirka 20 Mal die Minute blitzte, erschien mir der Zeitraum zur nächsten Erleuchtung endlos. Als nun der nächste Blitz den Qualm zum strahlen brachte, bot sich mir ein Bild, das mich wohl an den Rand der Inkontinenz brachte. Sie schaute zu mir rüber, und das Weiß in ihren Augen zeigte mir eine Reinheit wie man sie sonst nur aus schlechten Waschmittelwerbungen kennt.
Überall roch es nach in Wallung geratenen Körpern, Sex lag in der Luft. Der Club war durchsetzt mit Hobbynutten, alle darauf aus, die Nacht möglichst nicht in der eigenen stinkenden Baracke verbringen zu müssen, sondern irgendwo in einem vollgewichsten Bett von einem dieser Blender, die ebenso in der Überzahl waren. Man sah das Knistern, dass zwischen den Blicken der Leute blitzte, einer schärfer als der andere. Die Hobbynutten übertrieben ihre Bewegungen um dem anderen Geschlecht zu signalisieren, wie sehr sie sich wünschen endlich mal wieder einen drinstecken zu haben. Eindeutige Bewegungen ließen die Hosen der Blender entweder in ein nasses Dunkelblau tauchen oder wie Bundeswehrzelte wachsen. Obwohl Bambi die Bewegungen der Hobbynutten allein mit ihrer puren Anwesenheit an Sexappeal übertraf, blockierte mein Gehirn solche Perversionen im Ansatz. Zu drückend wäre mein schlechtes Gewissen gewesen, wo ich mich doch allein an der Anmut ihres Anblickes genug labte. Ich erwischte mich dabei, wie ich sie anstarrte. Denke sie hat es auch bemerkt, doch reagierte sie nicht. Sie wird das kennen.
Meister Proper tanzte die ganze Nacht. Ich mag ihn. Anfangs flößte mir sein Anblick eine gewisse Angst ein, solch eine, wie man sie nun mal hat wenn man vor einem glatzköpfigen Riesen steht. Doch erwies sich diese Angst als völlig unbegründet. Selten so einen Spass gehabt. Denke das nächste Mal muss der mitkommen.
Als wir nun schon alle auf der Höhe unserer Stimmungslage angelangt waren, fiel mir auf, wie Bambi sich angeregt mit einem Blender unterhielt, der aussah wie Moby. Auch an ihm konnte ich die Zeichen erkennen, die jeder Blender hier aufwies, als er sich mit Bambi unterhielt. Bei jedem Anzeichen einer Abwendung von Bambis Aufmerksamkeit, wanderten Mobys Augen über ihren Körper, lechzend, sabbernd, ekelig. Seine eichelförmige Glatze schien sich einen Spalt weit zu öffnen, und die schön beleuchtete Decke mit schmutzigem Blender-Ejakulat zu verunreinigen. In mir staute sich ein Ozean aus Wut, doch würde der Ausbruch ein Disaster hervorrufen. Vor Allem in diesem Zustand. Glücklicherweise wurde ich dann vom Dealerbutton geblendet, der mich instinktiv in eine andere Richtung blicken ließ. In Richtung Hobbynutten und Blendern. So kam ich schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Die Tatsache, dass Bambi nun mal nicht zu mir gehört, und mein besoffener Eifersuchtsanfall dann doch eher Verwirrung hervorrufen würde.
Zum Schluss bekam ich dann doch noch einen freundschaftlichen Abschiedskuss, der das Blut in meinen Adern gefrieren ließ. Im Gegensatz zu meiner, fühlte sich ihre Haut warm und seidig an. Ich hatte die Panik, mein in der Zwischenzeit beträchtlich gewachsener Bart könnte irgendetwas in ihrem zierlichen Gesicht aufreißen, doch glitt meine Wange wie ein frisch gewachster Schlitten über ihr Gesicht. Freundschaftlich, versteht sich.
Jetzt ist es bereits Montag und die Gedanken wollen nicht weichen. Das ist immer so wenn ich mit Bambi unterwegs war. Doch das geht weg. Ich kenne das. Bald werde ich wieder von anderen Göttinen schwärmen. Doch irgendwie ist diese präsenter. Die Erinnerung bleibt länger, ist nicht so flüchtig wie bei den ganzen Hobbynutten. Es ist die Erinnerung an Klasse, Glamour und Unerreichbarkeit. Ich werde mir einen neuen Plan zurechtlegen müssen. Einen wasserdichten Plan. Das habe ich oft gemacht, doch werden die Pläne immer wieder von Bambi im Kern erstickt. Weil ich mich einfach nicht konzentrieren kann. Aber das geht weg, hoffe ich..
Und ich krieche auch jetzt wieder in fette Ärsche, mit Krawatte und Anzug, von oben bis unten beschissen...
Der Lila-Launebär und ich haben auch gestern strikt nach Plan gearbeitet. Im Vorfeld schon haben wir telefonisch die Gegebenheiten genau analysiert und festgestellt, dass ein Treffen bei mir zu Hause wohl das Beste wäre. Die Liste der Teilnehmer allerdings raubte mir den Atem. Zum einen waren da selbstverständlich der Lila-Launebär und ich. Mein bester Kumpel, die Bratwurst mit Senf, sollte auch mit, doch hat er sich nicht wecken lassen. Das Beat-Tier plus Anhang war auch geplant, doch waren die anderweitig besoffen. Nun teilte mir aber der Lila-Launebär mit, dass auch Meister Proper und eine gewisse andere Person den Spass mit uns teilen werden. Der Gedanke an diese Person ließ meinen Körper zusammenzucken, meine Hände schwitzen, meine Augen hervortreten. Panik befiel mich, als mir klar wurde, dass sie demnach auch vorher mein Reich betreten würde, vorglühen, zum ersten Mal. Beim Blick durch mein Wohnzimmer spürte ich die Strahlung, die die Bombe letzte Nacht hinterlassen hat. Aufräumen, aber schnell. Nachdem ich nun die Trümmer beseitigt hatte, den Schutt aufgelesen und den letzten Granatsplitter aus meinem Bein zog, klingelte es an der Tür. Fliegeralarm. Auf dem Weg zur Tür knipste ich noch schnell alle gemütlichen Lichter an. Die lassen die Hütte sofort gänzlich edel wirken. Blöderweise meldete ich mich an der Gegensprechanlage mit Nordpol, weil ich kurz vorher noch daran dachte, wohin ich mich schießen würde, wenn ich das mit dieser Frau vermassele.
Einer nach dem anderen stiegen sie aus dem Aufzug, zuerst der Lila-Launebär, dann Meister Proper, dann Bambi. In Zeitlupe kam sie Schritt für Schritt auf mich zu, grazilen Ganges, sicher auf den hohen Absätzen, als hätte sie hierfür einen Kurs belegt. Ihre schwarzen langen Haare, stufig geschnitten, betonten ihre makellosen Gesichtszüge und schmiegten sich sanft an meinen Hals, als sie mich mit einem Wangenkuss und einem gehauchten Hi begrüßte. Mein Blutdruck pochte in meinen Schläfen. Da saß sie nun, lächelnd auf meinem Sofa und ich bot Getränke an. Bambi wünschte eine Besichtigung der Wohnung, schien ihr zu gefallen. Einfach so, um auch etwas Schwäche zu zeigen, öffnete ich auch kurz die Tür zum Schlafzimmer. Hier waren noch die Trümmer von dem Einschlag zu sehen. Ich bildete mir ein, sie würde heute meine Blicke stärker erwidern als zuvor.
Nach mehreren Jägis, einigen Biers, machten wir uns dann gemeinsam auf den Weg in den Club. Diesmal ein anderer. Diesmal versteckter. Underground. Gefällt mir. Schon vom Weiten hört man Geschrei und pumpende Bässe. Vor meinem geistigen Auge sehe ich schon die Menge auf- und abhüpfen, im Takt der Musik. Innen aber schien sich diese Hoffnung in Luft aufzulösen. Ein paar Freaks tanzten, doch der Großteil stand lässig am Rand und plaudert gemütlich gegen die Beschallung an. Ist ja noch früh, erstmal warm werden, aber wo zum Teufen kamen dann die Schreie her? Innerhalb weniger Minuten füllte sich der schlauchförmige Raum. Und auch ich.
Wieder einmal erkannte ich die Wirkung von Musik auf meinen Herzrhythmus. Mit jedem Jägi, mit jedem weiteren Bier veränderte sich die Dynamik der Lichtanlage. Ein Stroboskop flackerte und ließ die Bewegungen der tanzenden Meute abgehackt wirken, wie in einem Stummfilm, nur moderner. Der DJ schaute auf die Tanzfläche und schien die Musik direkt aus seinem Herzen zu schicken. Im Takt. Der ganze Raum zuckte.
Bambis Blick störte mein Sprachzentrum und verhinderte den Aufbau eines Gespräches. Ich stammelte Antworten, die nicht wirklich einen Sinn ergaben, sich auf ja und nein beschränkten. Doch versuchte ich so zu tun, als wäre ich gerade ziemlich beschäftigt und hätte keine Zeit, ein tiefgründigeres Gespräch zu führen. Frei nach Sean Paul, you better move fast, before it get krass. Denke das hat einigermaßen geklappt. Hoffe ich.
Das Rudel der Houseanhänger fing an, bei dramatischen Stellen der Tracks enthusiastisch zu jauchzen. Bei näherem Hinsehen aber entpuppten sich so einige engagierte Technojünger als nicht wenig bewusstseinserweitert. Zwischendurch blinkte aus der Menge ein helles Licht, markierte den Menschen, den die meisten als Versorger zu bezeichnen schienen. Der Typ hatte was von dem Dude aus „The Big Lebowski“, es fehlte nur der Badematel. Sobald seine kleine Lampe in die ohnehin schon sehr lichtempfindlichen Augen der Suchenden schoss, bildete sich eine Menschentraube an genau dieser Stelle, und kleine Scheinchen flogen wie Papierflieger durch die verrauchte Luft. Immer zwischendurch erstrahlte der Dealerbutton an verschiedenen Stellen und zog die Leute in seinen Bann. Passend zum Spruch des Türstehers, wir sollten doch den Drogen keine Chance geben, strafte ich die Käufer mit meiner persönlichen Ignoranz.
Die Stimmung quoll über, als der Hauptact des Abends die Bühne betrat. Unterstrichen von hochkarätigen Videoanimationen lieferte er Sounds ohne Gleichen und postete seine good vibrations to the dancefloorcrowd. Nach anfänglichem hin- und hersausen sicherten wir uns nunmehr ein gemütliches Plätzchen auf der Tanzfläche, das wir dann auch den Rest des Abends in Anspruch nahmen. Und zwischendurch immer wieder Bambi. Bei einem unaussprechlich gelungenem Stück Technokunst lief mein Blick flüchtig über alle Köpfe, bis er eine Momentaufnahme von Bambi registrierte, die sich für lange Zeit einbrannte. Vom Stroboskop zerhackt, sah ich Bambi ihren gottesähnlichen Körper im Takt der Musik winden, eine Strähne verfing sich in ihrem Mundwinkel, die sie dann in einer lasziven Bewegung wieder entfernte. Auch wenn das Strobo cirka 20 Mal die Minute blitzte, erschien mir der Zeitraum zur nächsten Erleuchtung endlos. Als nun der nächste Blitz den Qualm zum strahlen brachte, bot sich mir ein Bild, das mich wohl an den Rand der Inkontinenz brachte. Sie schaute zu mir rüber, und das Weiß in ihren Augen zeigte mir eine Reinheit wie man sie sonst nur aus schlechten Waschmittelwerbungen kennt.
Überall roch es nach in Wallung geratenen Körpern, Sex lag in der Luft. Der Club war durchsetzt mit Hobbynutten, alle darauf aus, die Nacht möglichst nicht in der eigenen stinkenden Baracke verbringen zu müssen, sondern irgendwo in einem vollgewichsten Bett von einem dieser Blender, die ebenso in der Überzahl waren. Man sah das Knistern, dass zwischen den Blicken der Leute blitzte, einer schärfer als der andere. Die Hobbynutten übertrieben ihre Bewegungen um dem anderen Geschlecht zu signalisieren, wie sehr sie sich wünschen endlich mal wieder einen drinstecken zu haben. Eindeutige Bewegungen ließen die Hosen der Blender entweder in ein nasses Dunkelblau tauchen oder wie Bundeswehrzelte wachsen. Obwohl Bambi die Bewegungen der Hobbynutten allein mit ihrer puren Anwesenheit an Sexappeal übertraf, blockierte mein Gehirn solche Perversionen im Ansatz. Zu drückend wäre mein schlechtes Gewissen gewesen, wo ich mich doch allein an der Anmut ihres Anblickes genug labte. Ich erwischte mich dabei, wie ich sie anstarrte. Denke sie hat es auch bemerkt, doch reagierte sie nicht. Sie wird das kennen.
Meister Proper tanzte die ganze Nacht. Ich mag ihn. Anfangs flößte mir sein Anblick eine gewisse Angst ein, solch eine, wie man sie nun mal hat wenn man vor einem glatzköpfigen Riesen steht. Doch erwies sich diese Angst als völlig unbegründet. Selten so einen Spass gehabt. Denke das nächste Mal muss der mitkommen.
Als wir nun schon alle auf der Höhe unserer Stimmungslage angelangt waren, fiel mir auf, wie Bambi sich angeregt mit einem Blender unterhielt, der aussah wie Moby. Auch an ihm konnte ich die Zeichen erkennen, die jeder Blender hier aufwies, als er sich mit Bambi unterhielt. Bei jedem Anzeichen einer Abwendung von Bambis Aufmerksamkeit, wanderten Mobys Augen über ihren Körper, lechzend, sabbernd, ekelig. Seine eichelförmige Glatze schien sich einen Spalt weit zu öffnen, und die schön beleuchtete Decke mit schmutzigem Blender-Ejakulat zu verunreinigen. In mir staute sich ein Ozean aus Wut, doch würde der Ausbruch ein Disaster hervorrufen. Vor Allem in diesem Zustand. Glücklicherweise wurde ich dann vom Dealerbutton geblendet, der mich instinktiv in eine andere Richtung blicken ließ. In Richtung Hobbynutten und Blendern. So kam ich schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Die Tatsache, dass Bambi nun mal nicht zu mir gehört, und mein besoffener Eifersuchtsanfall dann doch eher Verwirrung hervorrufen würde.
Zum Schluss bekam ich dann doch noch einen freundschaftlichen Abschiedskuss, der das Blut in meinen Adern gefrieren ließ. Im Gegensatz zu meiner, fühlte sich ihre Haut warm und seidig an. Ich hatte die Panik, mein in der Zwischenzeit beträchtlich gewachsener Bart könnte irgendetwas in ihrem zierlichen Gesicht aufreißen, doch glitt meine Wange wie ein frisch gewachster Schlitten über ihr Gesicht. Freundschaftlich, versteht sich.
Jetzt ist es bereits Montag und die Gedanken wollen nicht weichen. Das ist immer so wenn ich mit Bambi unterwegs war. Doch das geht weg. Ich kenne das. Bald werde ich wieder von anderen Göttinen schwärmen. Doch irgendwie ist diese präsenter. Die Erinnerung bleibt länger, ist nicht so flüchtig wie bei den ganzen Hobbynutten. Es ist die Erinnerung an Klasse, Glamour und Unerreichbarkeit. Ich werde mir einen neuen Plan zurechtlegen müssen. Einen wasserdichten Plan. Das habe ich oft gemacht, doch werden die Pläne immer wieder von Bambi im Kern erstickt. Weil ich mich einfach nicht konzentrieren kann. Aber das geht weg, hoffe ich..
Und ich krieche auch jetzt wieder in fette Ärsche, mit Krawatte und Anzug, von oben bis unten beschissen...
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Drauf geschissen
spoodnik, 10:06h
reitag, Tag des Loslassens, endlich.
Üblicherweise scheint in mir die Sonne, freitags, egal wie das Wetter ist. Doch heute regnet´s! Einerseits kann man es auch als Zeichen sehen, dieses Wochenende wird feucht-fröhlich, das wird es zwar ganz sicher, aber drauf geschissen. Ist scheisse heute. Sicher könnt ich jetzt mit den skurrilsten Vergleichen und Metaphern loslegen, aber drauf geschissen. Kein Bock heute. Man quält sich durch die Woche ud wartet sehsüchtig auf das Wochenende, doch ist man einmal da, regnet´s und im Kopf ist Winter. Tagelanges Rechtfertigen für Scheisse, die von scheiss Kollegen gebaut wird, zu einer großen Scheissburg (wie es wohl wäre, wenn Kinder anfangen würden, anstatt Sand- Scheisseburgen zu bauen).
Diese Scheisseburg kann man dann versuchen, irgendwie ab zu reissen, entweder man öffnet dezent ein Hintertürchen und legt gewissenhaft eine Sprengladung an einer statisch exzellenten Stelle, damit sie schnell und unscheinbar wie ein Kartenhaus zusammenfällt, oder man nimmt die Abrissbirne, rabiat, brutal, zerstörerisch. Letzteres ist eher mein Fall, denn ich kenn mich mit Statik nicht aus. Bei dieser Methode aber läuft man Gefahr, von oben bis unten mit Scheisse vollgeschissen zu werden. Das mach ich, nehm die brutale Art, lass alle sehen, wer die Birne schwingt.
Mutter hat Geburtstag, und das an so einem scheiss Tag. ICh mein, ich freu mich für sie, aber widerspricht es meiner heutigen Verfassung. Spielen ist angesagt, fröhlich spielen. Im Restaurant fällt´s nicht auf, da machen das alle, is ja auch richtig so, oder? Schelchte Laune kann dort niemand gebrauchen. Es gibt wohl schlecht gelaunte Gäste, die sind aber immer so. Ich nicht, ich muss spielen. Das kann ich als Arschkriecher gut, mach ich ja jeden Tag. Jeden Tag Arschkriechen, dabei Scheisse aufsammeln und diese dann meinen Kollegen geben, damit die mal wieder eine neue Burg bauen können, die es abzureißen gilt. Ich denk mir, ich sollte nichts machen, dann können auch keine Burgen gebaut werden, aber dann werde ich selbst zur Scheisseburg ud mein Boss reißt mich ab, mit nem Sprengsatz, gezielt platziert. Also weiter Scheisse wälzen, bis zum Wochenende.
Immer noch geschockt von der Entführung ist diese Woche eher ruhig verlaufen. Nach der Arbeit folgte nicht die übliche Büroscheisse, sondern Unwichtigeres, zum Beispiel rumliegen, rauchen, saufen. War ja eh kurz, die Woche, der Montag war frei, aber das weisst du ja. Eben diese Büroscheisse bleibt dann fürs Wochenende liegen, muss mir da noch nan Plan machen, denn sonst lass ich auch am Wochenende die Scheisse liegen, vergisst man ja auch schnell, man hat ja unwichtigeres zu tun. Pläne sind zu wichtig.
Am Samstag gehts wieder in den Club, diesmal geplant. Schon jetzt sehe ich die Leute vor mir, doppelt, verstrahlt. Wieso müssen die immer strahlen? Die (genauso wie ich) geben sich dann im Club dieser andreren Welt hin, die ihrer eigenen, ich meiner eigenen. Wobei ich mir zimelich sicher bin, dass deren Welt doch eher aus kleinen, bunten Pillchen und stinkenden, langen Lines besteht. Meine findet man im Glas, ganz unten, ich such sie immer, in vielen Gläsern.
Im Club soll ich auch meine neue Internetbekanntschaft treffen, da bin ich gespannt. Wollte das nach der letzten eigentlich nicht mehr machen, doch es ist eine Sucht. Die letzte wurde dann zu einer Beziehung, wobei das auch wieder das falsche Wort ist. Diese "Beziehung" beruhte auf einseitiger Liebe, ihrerseits. Meinerseits war es die Flucht aus dem inneren Winter. Wenn einem im Winter kalt ist, sucht man ja auch nach einer Decke, egal welcher. Diese war sehr klebrig. Auch auf eine Entfernung von ca. 500 Km. Ekelig. Sie sah zwar ganz gut aus, doch ließ mich ihre Engstirnigkeit erschaudern. Einmal liefen wir gemeinsam durch die Stadt, ich weiss nicht was in dieses Mädchen gefahren ist, da wurd mir klar, dass ich den Verstand nicht beim Sex in sie reinpumpen kann. Sie lachte über Witze, die sie selbst machte, die aus sinnlosen Kalauern bestanden und alle anwesenden in ein tiefes Loch der Scham fallen ließen. Wäre die Abhängigkeit eine Person, wäre sie die Mutter. Ich fühlte mich wie der Versorger eines kleinen Affenbabys, das nicht einmal auf den eigenen Füßen stehen kann, ja nicht einmal weiß was Füße sind. Wietere Beschreibungen würden jetzt den Rahmen dieses Artikels sprengen, doch wusste ich nach Beendigung dieser Beziehung, wie schlimm Stalker sein können, was auch wieder für die brüchige Konsistenz ihres Egos spricht. Sowas will ich nicht mehr und ich glaube anhand dieses Beispiels nun auch weitere solcher Fehlgriffe vorzeiteig erkennen und vermeiden zu können. Aber man weiss ja nie.
Dieser Text heute gefällt mir nicht, ich glaube ich muss dazu übergehen, nur noch Texte im nicht-nüchternen Zustand zu schreiben, da quillt die Phantasie über. Also sorge dich nicht, dieses Wochenende wird´s bestimmt wieder was.. Aber drauf geschissen..
Üblicherweise scheint in mir die Sonne, freitags, egal wie das Wetter ist. Doch heute regnet´s! Einerseits kann man es auch als Zeichen sehen, dieses Wochenende wird feucht-fröhlich, das wird es zwar ganz sicher, aber drauf geschissen. Ist scheisse heute. Sicher könnt ich jetzt mit den skurrilsten Vergleichen und Metaphern loslegen, aber drauf geschissen. Kein Bock heute. Man quält sich durch die Woche ud wartet sehsüchtig auf das Wochenende, doch ist man einmal da, regnet´s und im Kopf ist Winter. Tagelanges Rechtfertigen für Scheisse, die von scheiss Kollegen gebaut wird, zu einer großen Scheissburg (wie es wohl wäre, wenn Kinder anfangen würden, anstatt Sand- Scheisseburgen zu bauen).
Diese Scheisseburg kann man dann versuchen, irgendwie ab zu reissen, entweder man öffnet dezent ein Hintertürchen und legt gewissenhaft eine Sprengladung an einer statisch exzellenten Stelle, damit sie schnell und unscheinbar wie ein Kartenhaus zusammenfällt, oder man nimmt die Abrissbirne, rabiat, brutal, zerstörerisch. Letzteres ist eher mein Fall, denn ich kenn mich mit Statik nicht aus. Bei dieser Methode aber läuft man Gefahr, von oben bis unten mit Scheisse vollgeschissen zu werden. Das mach ich, nehm die brutale Art, lass alle sehen, wer die Birne schwingt.
Mutter hat Geburtstag, und das an so einem scheiss Tag. ICh mein, ich freu mich für sie, aber widerspricht es meiner heutigen Verfassung. Spielen ist angesagt, fröhlich spielen. Im Restaurant fällt´s nicht auf, da machen das alle, is ja auch richtig so, oder? Schelchte Laune kann dort niemand gebrauchen. Es gibt wohl schlecht gelaunte Gäste, die sind aber immer so. Ich nicht, ich muss spielen. Das kann ich als Arschkriecher gut, mach ich ja jeden Tag. Jeden Tag Arschkriechen, dabei Scheisse aufsammeln und diese dann meinen Kollegen geben, damit die mal wieder eine neue Burg bauen können, die es abzureißen gilt. Ich denk mir, ich sollte nichts machen, dann können auch keine Burgen gebaut werden, aber dann werde ich selbst zur Scheisseburg ud mein Boss reißt mich ab, mit nem Sprengsatz, gezielt platziert. Also weiter Scheisse wälzen, bis zum Wochenende.
Immer noch geschockt von der Entführung ist diese Woche eher ruhig verlaufen. Nach der Arbeit folgte nicht die übliche Büroscheisse, sondern Unwichtigeres, zum Beispiel rumliegen, rauchen, saufen. War ja eh kurz, die Woche, der Montag war frei, aber das weisst du ja. Eben diese Büroscheisse bleibt dann fürs Wochenende liegen, muss mir da noch nan Plan machen, denn sonst lass ich auch am Wochenende die Scheisse liegen, vergisst man ja auch schnell, man hat ja unwichtigeres zu tun. Pläne sind zu wichtig.
Am Samstag gehts wieder in den Club, diesmal geplant. Schon jetzt sehe ich die Leute vor mir, doppelt, verstrahlt. Wieso müssen die immer strahlen? Die (genauso wie ich) geben sich dann im Club dieser andreren Welt hin, die ihrer eigenen, ich meiner eigenen. Wobei ich mir zimelich sicher bin, dass deren Welt doch eher aus kleinen, bunten Pillchen und stinkenden, langen Lines besteht. Meine findet man im Glas, ganz unten, ich such sie immer, in vielen Gläsern.
Im Club soll ich auch meine neue Internetbekanntschaft treffen, da bin ich gespannt. Wollte das nach der letzten eigentlich nicht mehr machen, doch es ist eine Sucht. Die letzte wurde dann zu einer Beziehung, wobei das auch wieder das falsche Wort ist. Diese "Beziehung" beruhte auf einseitiger Liebe, ihrerseits. Meinerseits war es die Flucht aus dem inneren Winter. Wenn einem im Winter kalt ist, sucht man ja auch nach einer Decke, egal welcher. Diese war sehr klebrig. Auch auf eine Entfernung von ca. 500 Km. Ekelig. Sie sah zwar ganz gut aus, doch ließ mich ihre Engstirnigkeit erschaudern. Einmal liefen wir gemeinsam durch die Stadt, ich weiss nicht was in dieses Mädchen gefahren ist, da wurd mir klar, dass ich den Verstand nicht beim Sex in sie reinpumpen kann. Sie lachte über Witze, die sie selbst machte, die aus sinnlosen Kalauern bestanden und alle anwesenden in ein tiefes Loch der Scham fallen ließen. Wäre die Abhängigkeit eine Person, wäre sie die Mutter. Ich fühlte mich wie der Versorger eines kleinen Affenbabys, das nicht einmal auf den eigenen Füßen stehen kann, ja nicht einmal weiß was Füße sind. Wietere Beschreibungen würden jetzt den Rahmen dieses Artikels sprengen, doch wusste ich nach Beendigung dieser Beziehung, wie schlimm Stalker sein können, was auch wieder für die brüchige Konsistenz ihres Egos spricht. Sowas will ich nicht mehr und ich glaube anhand dieses Beispiels nun auch weitere solcher Fehlgriffe vorzeiteig erkennen und vermeiden zu können. Aber man weiss ja nie.
Dieser Text heute gefällt mir nicht, ich glaube ich muss dazu übergehen, nur noch Texte im nicht-nüchternen Zustand zu schreiben, da quillt die Phantasie über. Also sorge dich nicht, dieses Wochenende wird´s bestimmt wieder was.. Aber drauf geschissen..
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Erstaunlich, Wasserleichen auf Santa Maria
spoodnik, 10:05h
Also Montag.
Also der verschollene Artikel.
Alles lief tatsächlich wie geplant. Chef hat Verständnis dafür, dass ich echt Mondsüchtig bin und die Nacht kein Auge zugemacht hab, wobei der Grund hierfür mehr bei meinem nächtlichen Intermezzo mit russischen Entführern lag. Halt nen Tag Urlaub. Doch wie es nun mal so ist, ist es nicht wirklich Urlaub, da sitzt man trotzdem von 8 bis 13 vorm Rechner und telefoniert und löst Probleme und kriecht in fette Ärsche. Da muss schon mehr kommen, da muss man schon auf missionarischer Reise irgendwo in äquatorial-Afrika eine neue Kapelle segnen müssen. Wie auch immer, erstmal lecker essen gehen, Nudeln, schmackofatz. Wieder daheim wird überlegt, was man noch so sinnloses an einem solchen Tag veranstalten kann. Erstmal Couch, schaun was es so in der Glotze gibt, oder lieber den Handycountdown stellen, 40 min, hoffentlich keine Russen, aber Möpse wären gut.
Ich erblicke zutiefst schlaftrunken meine Handyuhr, schwer sabbernd auf der Couch, Mikrofaser, alles geplant. Mein Hirnbereich für mathematisches Verständnis fängt leicht an zu vibrieren und drückt gegen das Auge, wobei mir klar wird, welche Zeitspanne ich mal wieder mit der sinnlosesten aller Aktivitäten verbracht hab, Impuls an Checkung: 1:20 Std. Dabei hatte ich mich doch mit Radioactive Man für vor 20 min zum Schwimmen verabredet.
Radioactive Man ist mein Nachbar, über mir.
Er hat so Kräfte.
Also wir drei los, Radioactive Man, ich und auch ich, der neben mir steht, meine Handlungsunfähigkeit betrachtet, gezeichnet von Jägi und zu wenig komatöser Sabberei.
Ticketziehung, Drehkreuzdurchquerung. Und da war Misery (Misery wie diese Alte in gleichnamigen Film, Stephen King, kennst du doch, ich aber nicht, stell´s mir aber genauso schlimm vor.), beäugt den Automaten und versucht zu die Rechtmäßigkeit Radioactive Man´s Studententicktetkaufs zu verifizieren, wie es sich für eine gute public-pool-and-facility-managerin in grüner Kutte gehört:
-Kann ich bitte mal den Studentenausweis sehen?
-Du möchtest meinen Studentenausweis nicht sehen und er fährt seinen Arm bogenförmig an ihrem Kopf vorbei, von links nach rechts, in einer langsamen, weisen Bewegung, resultierend aus jahrtausendelanger Erfahrung im Kampf gegen das Unrecht.
-Bitte gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen!
Erstaunlich, er hat so Kräfte.
Starr blickt Misery in die Leere. Jetzt erinnert sie mich an die alte Hexe, die in meiner Jugend nebenan wohnte, permanent checkend was so passiert im House. Schon damals habe ich mir gewünscht, diese Leute wären alle mal knapp einen Meter entspannter, am liebsten mit einer Sonnenbrille, diamanterversetztem Dollarzeichen an Goldkette und den freshesten Run-DMC-Tretern, oben im Treppenhaus, checkend was abgeht.
Aber die Hexe ließ sich nicht bequatschen.
Der Tritt in die nassen Überreste, die der Vorbesetzer der Umkleide hinterlässt, garantiert Verseuchung. Daher werden die akribisch ausgefeilten Vorgänge beim Betreten der Badeanstalt mit jedem Besuch immer weiter perfektioniert. Inzwischen bekomme ich sogar eine ganz passable Kür hin, aus den Socken direkt in die Adiletten. Spind suchen. Radioactive Man steht bereit, es scheint als stünde er schon eine ganze Weile dort.
Er sagt nichts. Er ist schnell. Er hat so Kräfte. Erstaunlich.
Duschen, nur wir drei, perfekt. Training. Unbeirrt zieht Radioactive Man seine Bahnen. Ich hinterher. Das Hinterlassen meiner Seele im Club holt mich ein. Krampfhaft quäle ich mich an den Menschenmassen vorbei. Man sollte meinen, hier fände man schöne, durchtrainierte Frauen, doch Pustekuchen. Manchmal hat man Glück und die Damen gehobenen Alters machen ihr Programm drüben im Nichtschwimmerbecken, mit pastellfarbenen Rüschenbadekappen und reißenden Badeanzügen, sich wie beim türkischen Folklore in Kreis drehend. Dann lassen sie sich einfach fallen und sich eben in diesem Kreis treiben. Die Animateurin sagt nichts. Lautstark klirrend, aus einem alten Nordmende aus den Achtzigern, ertönt Santa Maria. Aus der Ferne sehen ihre geschwollenen Körper aus wie Wasserleichen. Wie ein Szenario in einem schlechten deutschen Splatterfilm, schlecht vertont.
Radioactive Man ist nicht mehr zu stoppen, ich versuchs erst gar nicht, ich sowieso nicht, der steht am Beckenrand, schweigend.
Das Roland Kaiser Wabbelgeschwader ist heute sofort fertig mit tot spielen und lässt nun den Wasserspiegel des Schwimmerbeckens um mindestens 30 cm steigen. Beirrt von der Flutwelle kommt ein schwimmender Fleischbrocken ins taumeln und rammt mich hart Steuerbord. Alles halb so wild, denke ich mir, doch der Abgasstrahl meines Kollisionspartners schimmert bläulich entlang seiner Schwimmbahn. Auf der Wasseroberfläche erstrahlt der Streifen hell in allen Farben, die das menschliche Spektrum zu bieten hat. Ich rieche Axe for Men, wieder ein Wassersparer, Deoduscher. Ein Trupp von Greenpeaceaktivisten, gekleidet in grünen Overalls, stürmt das Bad, reißen alle Blicke auf sich, besonders die Augen der Mitglieder der Santa Maria-Sisters blicken höchst erschrocken. Sie schreien irgendetwas von der Rettung von Walen, und werfen ein Netz aus, paradox. Oder Spätfolgen des Fury-Disasters. Ich will hier weg, doch Radioactive Man krault sich im Superheldentempo durch das Reservoir menschlicher Ausscheidungen mit Chlorzusatz, wieder nicht aufzuhalten. Gelockt von einem Stück Gorgonzola verlässt er doch nunmehr das Becken. Die Dusche stinkt nach Seuche, doch wird mir mal wieder bewusst, warum ich eigentlich hier bin, um so auszusehen wie jetzt gerade unter der Dusche, immer geiler, Frau her, keine Frau, muss dann wohl wiederkommen, geiler werden. Vielleicht gibt’s dann auch hier mal ein Paar schöne Mädels.
Radioactive Man braucht keinen Haken für sein Handtuch. Er hat so Kräfte. Erstaunlich.
Also der verschollene Artikel.
Alles lief tatsächlich wie geplant. Chef hat Verständnis dafür, dass ich echt Mondsüchtig bin und die Nacht kein Auge zugemacht hab, wobei der Grund hierfür mehr bei meinem nächtlichen Intermezzo mit russischen Entführern lag. Halt nen Tag Urlaub. Doch wie es nun mal so ist, ist es nicht wirklich Urlaub, da sitzt man trotzdem von 8 bis 13 vorm Rechner und telefoniert und löst Probleme und kriecht in fette Ärsche. Da muss schon mehr kommen, da muss man schon auf missionarischer Reise irgendwo in äquatorial-Afrika eine neue Kapelle segnen müssen. Wie auch immer, erstmal lecker essen gehen, Nudeln, schmackofatz. Wieder daheim wird überlegt, was man noch so sinnloses an einem solchen Tag veranstalten kann. Erstmal Couch, schaun was es so in der Glotze gibt, oder lieber den Handycountdown stellen, 40 min, hoffentlich keine Russen, aber Möpse wären gut.
Ich erblicke zutiefst schlaftrunken meine Handyuhr, schwer sabbernd auf der Couch, Mikrofaser, alles geplant. Mein Hirnbereich für mathematisches Verständnis fängt leicht an zu vibrieren und drückt gegen das Auge, wobei mir klar wird, welche Zeitspanne ich mal wieder mit der sinnlosesten aller Aktivitäten verbracht hab, Impuls an Checkung: 1:20 Std. Dabei hatte ich mich doch mit Radioactive Man für vor 20 min zum Schwimmen verabredet.
Radioactive Man ist mein Nachbar, über mir.
Er hat so Kräfte.
Also wir drei los, Radioactive Man, ich und auch ich, der neben mir steht, meine Handlungsunfähigkeit betrachtet, gezeichnet von Jägi und zu wenig komatöser Sabberei.
Ticketziehung, Drehkreuzdurchquerung. Und da war Misery (Misery wie diese Alte in gleichnamigen Film, Stephen King, kennst du doch, ich aber nicht, stell´s mir aber genauso schlimm vor.), beäugt den Automaten und versucht zu die Rechtmäßigkeit Radioactive Man´s Studententicktetkaufs zu verifizieren, wie es sich für eine gute public-pool-and-facility-managerin in grüner Kutte gehört:
-Kann ich bitte mal den Studentenausweis sehen?
-Du möchtest meinen Studentenausweis nicht sehen und er fährt seinen Arm bogenförmig an ihrem Kopf vorbei, von links nach rechts, in einer langsamen, weisen Bewegung, resultierend aus jahrtausendelanger Erfahrung im Kampf gegen das Unrecht.
-Bitte gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen!
Erstaunlich, er hat so Kräfte.
Starr blickt Misery in die Leere. Jetzt erinnert sie mich an die alte Hexe, die in meiner Jugend nebenan wohnte, permanent checkend was so passiert im House. Schon damals habe ich mir gewünscht, diese Leute wären alle mal knapp einen Meter entspannter, am liebsten mit einer Sonnenbrille, diamanterversetztem Dollarzeichen an Goldkette und den freshesten Run-DMC-Tretern, oben im Treppenhaus, checkend was abgeht.
Aber die Hexe ließ sich nicht bequatschen.
Der Tritt in die nassen Überreste, die der Vorbesetzer der Umkleide hinterlässt, garantiert Verseuchung. Daher werden die akribisch ausgefeilten Vorgänge beim Betreten der Badeanstalt mit jedem Besuch immer weiter perfektioniert. Inzwischen bekomme ich sogar eine ganz passable Kür hin, aus den Socken direkt in die Adiletten. Spind suchen. Radioactive Man steht bereit, es scheint als stünde er schon eine ganze Weile dort.
Er sagt nichts. Er ist schnell. Er hat so Kräfte. Erstaunlich.
Duschen, nur wir drei, perfekt. Training. Unbeirrt zieht Radioactive Man seine Bahnen. Ich hinterher. Das Hinterlassen meiner Seele im Club holt mich ein. Krampfhaft quäle ich mich an den Menschenmassen vorbei. Man sollte meinen, hier fände man schöne, durchtrainierte Frauen, doch Pustekuchen. Manchmal hat man Glück und die Damen gehobenen Alters machen ihr Programm drüben im Nichtschwimmerbecken, mit pastellfarbenen Rüschenbadekappen und reißenden Badeanzügen, sich wie beim türkischen Folklore in Kreis drehend. Dann lassen sie sich einfach fallen und sich eben in diesem Kreis treiben. Die Animateurin sagt nichts. Lautstark klirrend, aus einem alten Nordmende aus den Achtzigern, ertönt Santa Maria. Aus der Ferne sehen ihre geschwollenen Körper aus wie Wasserleichen. Wie ein Szenario in einem schlechten deutschen Splatterfilm, schlecht vertont.
Radioactive Man ist nicht mehr zu stoppen, ich versuchs erst gar nicht, ich sowieso nicht, der steht am Beckenrand, schweigend.
Das Roland Kaiser Wabbelgeschwader ist heute sofort fertig mit tot spielen und lässt nun den Wasserspiegel des Schwimmerbeckens um mindestens 30 cm steigen. Beirrt von der Flutwelle kommt ein schwimmender Fleischbrocken ins taumeln und rammt mich hart Steuerbord. Alles halb so wild, denke ich mir, doch der Abgasstrahl meines Kollisionspartners schimmert bläulich entlang seiner Schwimmbahn. Auf der Wasseroberfläche erstrahlt der Streifen hell in allen Farben, die das menschliche Spektrum zu bieten hat. Ich rieche Axe for Men, wieder ein Wassersparer, Deoduscher. Ein Trupp von Greenpeaceaktivisten, gekleidet in grünen Overalls, stürmt das Bad, reißen alle Blicke auf sich, besonders die Augen der Mitglieder der Santa Maria-Sisters blicken höchst erschrocken. Sie schreien irgendetwas von der Rettung von Walen, und werfen ein Netz aus, paradox. Oder Spätfolgen des Fury-Disasters. Ich will hier weg, doch Radioactive Man krault sich im Superheldentempo durch das Reservoir menschlicher Ausscheidungen mit Chlorzusatz, wieder nicht aufzuhalten. Gelockt von einem Stück Gorgonzola verlässt er doch nunmehr das Becken. Die Dusche stinkt nach Seuche, doch wird mir mal wieder bewusst, warum ich eigentlich hier bin, um so auszusehen wie jetzt gerade unter der Dusche, immer geiler, Frau her, keine Frau, muss dann wohl wiederkommen, geiler werden. Vielleicht gibt’s dann auch hier mal ein Paar schöne Mädels.
Radioactive Man braucht keinen Haken für sein Handtuch. Er hat so Kräfte. Erstaunlich.
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Vom Nichtschläfer zum Augenringerprofi...
spoodnik, 10:05h
Die Nacht um die Ohren geschlagen. Aus welchem Grund auch immer. Vielleicht liegts daran, dass ich zwischendurch nach Russland entführt wurde, so zwischen 4 und 5 Uhr. Genkebelt auf dem Rücksitz eines klapprigen Lada. Menschenschieberkarre. Rabiat außer Landes verfrachtet. Aus welchem Grund auch immer. Sie stecketn mich in eine feundliche Oberklassefamilie, gespickt von atemberaubend schönen Töchtern. Glänzende Schönheit, nur mit Sonnenbrille zu ertragen. Dort verbrachte ich ein Wochenende, irgendwo in Russland. Der Wodka aber ist gut dort, half beim Erblinden, das wiederum half gegen Blendung von Olga. Sie, mitte 20, vollbusig und sprachgewandt, löste ständig den Hausalarm aus. Man muss wissen, in Russland explodieren täglich Familienhäuser. Aus welchem Grund auch immer. Erst am zweiten Tag rief ich meine Mutter an:
-Bin nach Russland entführt worden. Aus welchem Grund auch immer. Holt mich hier raus.
-Kind, sag mir die Ardesse, wir fahren morgen hin und holen dich da raus.
Klar, mal eben mit dem alten Opel nach Russland. Gerade wollten sie losfahren, da wurde ich dann sonntags abgeschoben, aus welchem Grund auch immer.
Aber Olga hatte genug Holz vor der Hütte, um meine geplante Familie locker 3 Jahre lang durch den sibirischen Winter zu bekommen. In der Grundschule früher wurde die Mädchen immer gehänselt, wenn sie schon in diesem Alter Ansätze von Brustwölbungen vorwiesen. Das hat sich schnell geändert. Später, als man wusste, dass der eigene Trieb nicht perverse Ausnahme, sondern die Regel war, wurden sie verehrt.
Die Entführung also führte zu einer schlaflosen Nacht. Villeicht aber auch die Gewissheit, in ein Paar Stunden Anrufe entgegen nehmen zu müssen, die einem die Tragödie des arbeitenden Menschen näher bringen. Vor dem geistigen Auge sieht man diese Leute in ihren Büros sitzen, leer glotzend auf flimmernde Monitore, schwarz-weiß denkend wie Dalmatiner beim Schach.
Arbeit ist der Untergang der trinkenden Klasse, hab ich mal gehört. Wie auch immer. Stürze mich dann mal ins Unglück, mal schauen was dabei raus kommt. Ergebnisse später heute..
...aus welchem Grund auch immer!
-Bin nach Russland entführt worden. Aus welchem Grund auch immer. Holt mich hier raus.
-Kind, sag mir die Ardesse, wir fahren morgen hin und holen dich da raus.
Klar, mal eben mit dem alten Opel nach Russland. Gerade wollten sie losfahren, da wurde ich dann sonntags abgeschoben, aus welchem Grund auch immer.
Aber Olga hatte genug Holz vor der Hütte, um meine geplante Familie locker 3 Jahre lang durch den sibirischen Winter zu bekommen. In der Grundschule früher wurde die Mädchen immer gehänselt, wenn sie schon in diesem Alter Ansätze von Brustwölbungen vorwiesen. Das hat sich schnell geändert. Später, als man wusste, dass der eigene Trieb nicht perverse Ausnahme, sondern die Regel war, wurden sie verehrt.
Die Entführung also führte zu einer schlaflosen Nacht. Villeicht aber auch die Gewissheit, in ein Paar Stunden Anrufe entgegen nehmen zu müssen, die einem die Tragödie des arbeitenden Menschen näher bringen. Vor dem geistigen Auge sieht man diese Leute in ihren Büros sitzen, leer glotzend auf flimmernde Monitore, schwarz-weiß denkend wie Dalmatiner beim Schach.
Arbeit ist der Untergang der trinkenden Klasse, hab ich mal gehört. Wie auch immer. Stürze mich dann mal ins Unglück, mal schauen was dabei raus kommt. Ergebnisse später heute..
...aus welchem Grund auch immer!
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Party von (A)ufwärmen bis (Z)usammenbrechen
spoodnik, 09:56h
Also Bloggen macht schon mal Spass. Hat man keinen Bock schafen zu gehen, schreibt man einfach mal los. Keinen Bock schlafen zu gehen hat man doch meistens sonntags. Ganz einfach weil einem dann der Zeitraum bis zur Arbeit länger vorkommt, pennen ist doch Kommerz, oder?
Du hast das ganze Wochenende damit verbracht, möglichst das zu machen, was sinvolle Beschäftigung verhindert. Hinzu kommt ein spontaner Abend im Lieblingsclub, der ebenso dazu animiert hier einen Artikel zu schreiben, sowie auch nen dicken Schädel macht.
Is klar, ich wieder. Schön im eigenen Saft braten, bis die Leute mal kommen. Völlig unmotiviert wirst du in den Club geschleppt. "Wir legen auf heute, stehst auch auf der Gästeliste" OK, hin, was solls, was haste zu verlieren? Also los, im Club dann langeweile. Strahlende Gestalten wagen sich auf die Tanzfläche, auf der sie dann vor sich hin tanzen, zu suboptimal gemixter Musik. Dieselbige eine Mischung aus electro, wie ihn Bismarck zu kennen schien, und Techno-Jazz-Gedudel. Du blickst dich um und denkst dir die Musik weg, denkst wie lustig es wäre das Trampeln und keuchen der Leute zu hören. Einfach so, um irgendwas zu tun, einfach weils so langweilig ist. Triffst Gesichter, die du nur dort siehst, die kein anderes Leben zu haben scheinen, nur im Club existieren. Is ja auch so, mir egal was der macht, Feierei Alder!
Über Allem schwebt ein Motto: Lieber öfter Spass, als einmal verheiratet.
Dann passiert was. Du ziehst nochmal an dem Ding mit dem süßlchen Geschmack, als dir plötzlich die Rettung des Abends auf die Schulter klopft. Es ist Fury! Ich nenn sie nur Fury, nicht weil sie wie ein Pferd aussieht, tut sie nich, eher weil sie mich irgendwie an dieses Pferd erinnert.. wie soll ich sagen, mehr so verhaltensmäßig. Sie ist die Barfrau. Kennste eine, haste den ganzen Abend Spass. Für den Anfang ein Hörnertee, runterspülen mit Heineken. Wir stehen rum, ein bisschen Mitwippen zu eben genannter Lala. Mir fällt auf, dass das Licht nie wechselt, wahrscheinlich weil ich erst aufwärme, es wechselt nich weil es sowieso niemanden interessiert. Mehr Leute treffen, tanzen. Eine ganz hübsche is ja dabei, hab sie aber auch bei Tageslicht gesehen und da ist Fury treffend. Aber im Club ist das egal, da verhält sich die Hässlichkeit reziprok zum Alkoholpegel.
Fury galoppiert wieder, diesmal mit Jägi und Bier für alle. Ergebnis: kleiner Fleck auf neuem Shirt. Merks aber sowieso inner Stunde nich mehr.
Da merk ich fast nichts mehr. 3 Uhr. Der Lila-Launebär und das Beat-Tier legen auf. Stimmung. Langsam wird mir meine anfängliche Lustlosigkeit aus jeder Faser meines Körpers gesaugt. Tanzen. Immer mehr. Herz im Takt. Jägi. Mehr Jägi. Dann scheint Jägi Füße zu kriegen und will weg, kann ihn aber noch fangen ud erlegen. Jägi weg, weil ich so ein guter Jägi bin.
Das Licht bleibt unverändert.
Ich aber nich, die Reality-Fury-Frau grinst mich an. Tanzen. Näher. In der tosenden Menge werden Arme hochgerissen. Schweißperlen sausen über die Finger nach oben, setzen sich in der Decke fest. Macht so weiter, dann gibts hier bald Stalakmiten oder Stalaktiten, jedenfalls die Dinger, die von oben herunterhängen, weil die hier ja wohl auch nich putzen. Der Bass schallt wie eine Schockwelle durch den Raum, als bräuchte man sich nicht bewegen, der Druck erledigt das.
Gerade dort angelangt, wo man sich seines Erfolges hinsichtlich einer Bettheizung für die Nacht sicher ist, wird man von Reality-Fury abgewiesen. Egal, sind ja noch genug hier. Da hinten Rancho und Pancho. Da vorn die prähistorische Familie Sinclair. Zwischendurch ein Blitzen von Hollywoodstars, Hand in Hand mit Herman Monster. Eine frei, da hat aber mein Kumpel gerade eine orale Organspende am Laufen (siehe Blog gestern, also der von gerade). Mehr Jägi. Dann verließen sie ihn. Ab 5 Uhr alles weg. Wir sollen noch bis 8 geblieben sein, und ich soll mir ein schönes Taxi ausgesucht haben, nachdem ich Thekenfury vor die Karre gerannt sein soll.
Blitze durch eine Ritze in meiner Winterdecke und erhasche einen Blick auf den Wecker. 17 Uhr. Wollte eigentlich etwas tun, was mich von Wichtigem abhält, brauche ich aber nicht, werde diesmal vom Nichtstun aufgehalten.
Das Zusammentragen von Informationen über den vergangenen Abend fügt sich zusammen wie ein Puzzle. Telefonische Augenschuppenentfernung und Offenbarung von Tatsachen, bei denen man glücklich ist, dass man sie vergessen hat.
Und wieder einmal stellt sich heraus, so ein Abend ist eine sichere Geldanlage wie ein Pokerspiel in einem dunklen Hinterzimmer in Vegas.
Du hast das ganze Wochenende damit verbracht, möglichst das zu machen, was sinvolle Beschäftigung verhindert. Hinzu kommt ein spontaner Abend im Lieblingsclub, der ebenso dazu animiert hier einen Artikel zu schreiben, sowie auch nen dicken Schädel macht.
Is klar, ich wieder. Schön im eigenen Saft braten, bis die Leute mal kommen. Völlig unmotiviert wirst du in den Club geschleppt. "Wir legen auf heute, stehst auch auf der Gästeliste" OK, hin, was solls, was haste zu verlieren? Also los, im Club dann langeweile. Strahlende Gestalten wagen sich auf die Tanzfläche, auf der sie dann vor sich hin tanzen, zu suboptimal gemixter Musik. Dieselbige eine Mischung aus electro, wie ihn Bismarck zu kennen schien, und Techno-Jazz-Gedudel. Du blickst dich um und denkst dir die Musik weg, denkst wie lustig es wäre das Trampeln und keuchen der Leute zu hören. Einfach so, um irgendwas zu tun, einfach weils so langweilig ist. Triffst Gesichter, die du nur dort siehst, die kein anderes Leben zu haben scheinen, nur im Club existieren. Is ja auch so, mir egal was der macht, Feierei Alder!
Über Allem schwebt ein Motto: Lieber öfter Spass, als einmal verheiratet.
Dann passiert was. Du ziehst nochmal an dem Ding mit dem süßlchen Geschmack, als dir plötzlich die Rettung des Abends auf die Schulter klopft. Es ist Fury! Ich nenn sie nur Fury, nicht weil sie wie ein Pferd aussieht, tut sie nich, eher weil sie mich irgendwie an dieses Pferd erinnert.. wie soll ich sagen, mehr so verhaltensmäßig. Sie ist die Barfrau. Kennste eine, haste den ganzen Abend Spass. Für den Anfang ein Hörnertee, runterspülen mit Heineken. Wir stehen rum, ein bisschen Mitwippen zu eben genannter Lala. Mir fällt auf, dass das Licht nie wechselt, wahrscheinlich weil ich erst aufwärme, es wechselt nich weil es sowieso niemanden interessiert. Mehr Leute treffen, tanzen. Eine ganz hübsche is ja dabei, hab sie aber auch bei Tageslicht gesehen und da ist Fury treffend. Aber im Club ist das egal, da verhält sich die Hässlichkeit reziprok zum Alkoholpegel.
Fury galoppiert wieder, diesmal mit Jägi und Bier für alle. Ergebnis: kleiner Fleck auf neuem Shirt. Merks aber sowieso inner Stunde nich mehr.
Da merk ich fast nichts mehr. 3 Uhr. Der Lila-Launebär und das Beat-Tier legen auf. Stimmung. Langsam wird mir meine anfängliche Lustlosigkeit aus jeder Faser meines Körpers gesaugt. Tanzen. Immer mehr. Herz im Takt. Jägi. Mehr Jägi. Dann scheint Jägi Füße zu kriegen und will weg, kann ihn aber noch fangen ud erlegen. Jägi weg, weil ich so ein guter Jägi bin.
Das Licht bleibt unverändert.
Ich aber nich, die Reality-Fury-Frau grinst mich an. Tanzen. Näher. In der tosenden Menge werden Arme hochgerissen. Schweißperlen sausen über die Finger nach oben, setzen sich in der Decke fest. Macht so weiter, dann gibts hier bald Stalakmiten oder Stalaktiten, jedenfalls die Dinger, die von oben herunterhängen, weil die hier ja wohl auch nich putzen. Der Bass schallt wie eine Schockwelle durch den Raum, als bräuchte man sich nicht bewegen, der Druck erledigt das.
Gerade dort angelangt, wo man sich seines Erfolges hinsichtlich einer Bettheizung für die Nacht sicher ist, wird man von Reality-Fury abgewiesen. Egal, sind ja noch genug hier. Da hinten Rancho und Pancho. Da vorn die prähistorische Familie Sinclair. Zwischendurch ein Blitzen von Hollywoodstars, Hand in Hand mit Herman Monster. Eine frei, da hat aber mein Kumpel gerade eine orale Organspende am Laufen (siehe Blog gestern, also der von gerade). Mehr Jägi. Dann verließen sie ihn. Ab 5 Uhr alles weg. Wir sollen noch bis 8 geblieben sein, und ich soll mir ein schönes Taxi ausgesucht haben, nachdem ich Thekenfury vor die Karre gerannt sein soll.
Blitze durch eine Ritze in meiner Winterdecke und erhasche einen Blick auf den Wecker. 17 Uhr. Wollte eigentlich etwas tun, was mich von Wichtigem abhält, brauche ich aber nicht, werde diesmal vom Nichtstun aufgehalten.
Das Zusammentragen von Informationen über den vergangenen Abend fügt sich zusammen wie ein Puzzle. Telefonische Augenschuppenentfernung und Offenbarung von Tatsachen, bei denen man glücklich ist, dass man sie vergessen hat.
Und wieder einmal stellt sich heraus, so ein Abend ist eine sichere Geldanlage wie ein Pokerspiel in einem dunklen Hinterzimmer in Vegas.
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